12 Tage Blockade !!!
17.-28.05.2012
Seit vielen Jahren findet im Wendland zwischen Himmelfahrt und Pfingsten die Kulturelle Landpartie statt. Aus der Idee heraus, Kultur mit Widerstand gegen Atomkraft zu verbinden stehen in dieser Zeit Türen und Tore von Häusern, Scheunen und Höfen für jedermensch offen. Kunst, Kultur und Handwerk wird präsentiert, der Raum für Gespräche, Begegnungen, Anregungen geschaffen.
In diesem Jahr hat gorleben365 einen Wunde.r.punkt angemeldet (nicht bei der Polizei, sondern bei der Kulturellen Landpartie). Wir werden eine Ausstellung zur Kampagne präsentieren, wir werden für das leibliche Wohl der BesucherInnen sorgen und ...
wir werden blockieren!
Alle Schichtwechsel an allen Tagen und zwischendurch auch.
Unser Treiben und unsere Aktionen vor den Toren der Endlagerbaustelle werden bunt und vielfältig sein. Es gibt eine Ausstellung, es gibt täglich kulturelle Angebote, es gibt ein Camp, es gibt unzählige Blockaden (oder halt eine große).
Blog
Do. 17.Mai 2012
16:15 Uhr, Viele bunte Zelte und Wohnwagen säumen die Zufahrt zum Bergwerk in Gorleben, Große gelbe Xe zeigen mitten auf der Fahrbahn eine Fotoausstellung und alle sechs Tore sind blockiert. Den morgendlichen Schichtwechsel hatten die Betreiber erheblich vorgezogen. Um 4:30 Uhr früh bog eine ganze Kolonne Autos aus den Waldwegen kommend in das Haupttor ein und wurde kurze Zeit später von innen mit einer ausfahrenden Kolonne beantwortet. Da heute Feiertag ist, gehen wir davon aus, dass es nur einen Wachwechsel nach 12 Stunden geben wird und sitzen deshalb jetzt um kurz vor halb fünf immer zu zweit vor allen sechs Toren. Vor Tor 1 machen SchülerInnen ihre Hausaufgaben, vor Tor 2 werden Socken gestrickt und Sahnetortenrezepte ausgetauscht, an Tor 4 spielen Kinder mit Einrad und Waveboard und an Tor 5 – tja an Tor 5 wird wahrscheinlich gleich geräumt: Dort stehen zwei Polizeiwannen so dicht am Eingang, dass sich die BlockiererInnen vor die Stoßstangen setzen und die Autos gleich mit in die Blockade einbauen. RadlerInnen kommen vorbei und gucken zu, und da ist auch schon die Autokolonne auf dem Waldweg, also steht einer ordentlichen Räumung nichts mehr im Wege. Dies ist ganz offensichtlich das Lieblingsersatztor der Belegschaft, wenn die anderen alle dem kulturellen Leben der Landbevölkerung umgewidmet werden. Seid ihr morgen dabei? Für heute freuen wir uns auf das Abendessen der Gerüchteküche aus Berlin und eine hoffentlich nicht so kalte Nacht wie gestern.
27.01.2012 Gorleben raus aus dem Topf
Blockade legt Endlagerbaustelle lahm
Zwei DemonstrantInnen haben sich heute Mittag an den Toren des Endlagerbergwerks angekettet. Mit mehr als 100 Mitgliedern der Aktionsgruppen widersetzen, contrAtom, X-tausendmal quer und der KURVE Wustrow war es heute um 12 Uhr zum Schichtwechsel von ca. 100 Angestellten gelungen, die Zufahrten zu blockieren. Nach zwei Stunden beendeten die AktivistInnen ihre Blockade. "Wir fordern von den Ministern auf dem nächsten Bund-Länder-Gespräch, Gorleben als Endlager endgültig aufzugeben und aus dem Topf der möglichen Standorte herauszunehmen“, erläutert Katja Tempel, Sprecherin von X-tausendmal quer, warum die Aktion heute notwendig war. "Wir, zahlreiche Gruppen, Bewohnerinnen und Freunde des Wendlands, setzen den Bau- und Erkundungsstopp jetzt um. Wir blockieren gemeinsam und gewaltfrei den Baustellenbetrieb am Endlagerbergwerk“, fügt contrAtom Sprecher Jan Becker hinzu. Zum Hintergrund der Aktion erklärte Hauke Nissen von widersetzen: „Nach den ersten beiden Bund-Länder-Gesprächen zur Endlagerfrage wurde von "weißer Landkarte“ und angeblichem „Baustopp“ gesprochen. Aber Gorleben ist immer noch im Topf. Wir Wendländer und Wendländerinnen lassen uns nicht täuschen! Ein Neustart in der Endlagersuche ist nur ohne Gorlebenglaubwürdig und ergebnisoffen. “Trotz Schnee und Kälte setzte der wendländische Widerstand ein deutliches Zeichen gegen die Weitererkundung von Gorleben“, beschreibt Jochen Neumannvon der KURVE Wustrow die Atmosphäre vor Ort. Die heutige Protestveranstaltung wurde von wendländischen Gruppen gemeinsam vorbereitet und fand im Rahmen der Kampagne gorleben365 statt. In der aktuellen politischen Situation versucht Umweltminister Norbert Röttgen zwar den Anschein zu vermitteln, es gehe nun um eine „offene Endlagersuche“ gleichzeitig soll aber Gorleben mit im Topf bleiben. Der von ihm verkündete Baustopp in Gorleben ist eine Farce. Mit einer Blockade des Schichtwechsels sollte deutlich werden, dass von einem Baustopp keine Rede sein kann, sondern der Ausbau des Gorlebener Salzstocks zum Endlager weiter vorangetrieben wird.
Presseecho:
Ein halber Atomausstieg reicht nicht!
Viele tausend Menschen, viel mehr als erwartet, sind gegen den Castor 2011 aktiv geworden. Das zeigt: Viele bleiben politisch wach, statt sich einlullen zu lassen! Noch nie hat es so viele verschiedene Blockade-Aktionen bei einem Castor-Transport gegeben. Noch nie hat der Castor so lange benötigt, um seine Fahrt vom französischen Valognes bis ins Wendländische Gorleben zurückzulegen. Das liegt an unserem entschlossenen, kreativen und gewaltfreien Widerstand. Dennoch lässt Umweltminister Röttgen verkünden, dass die Erkundung in Gorleben weitergehen soll. Sprich: Er will den Salzstock weiter zum Endlager ausbauen. Jetzt heisst es dranbleiben – mit vielen täglichen Blockaden verhindern wir den Fortschritt der Arbeiten im Salzstock. Kommt auch Ihr und blockiert die Endlagerbaustelle.
11.10.2011 Initiative 60
.Bilder der Blockade
Pressemitteilung 28.09.2011
Pressemitteilung 12.10.2011
Im Rahmen der Daueraktion „gorleben365“ traf sich die „Initiative 60“ mit ihren Freunden am Dienstag vor der Straßengabelung an sogenannten Erkundungsbergwerk.
Etwas 40 ältere Menschen trafen sich zur Blockade.
Die vorgesehene Kaffeetafel wurde wegen andauernden Regens zwar zur Stehparty unter freiem Himmel, aber die versammelten Teilnehmer demonstrierten trotzdem nachdrücklich ihren Protest gegen die Atomindustrie. Sie dachten an die Enkel aller Menschen, ihre eigenen wie auch die uneinsichtiger Politiker und die der in den Einsatz beorderten Polizeibeamtinnen und -beamten. Denen und allen weiteren Nachkommen die Umwelt lebenswert zu erhalten ist die Pflicht jeder Generation. Das erfordert den Einsatz aller verantwortungsfähigen Bürger, unabhängig vom Lebensalter.
14.08.2011, Blockadejahr in Gorleben gestartet
Ausdauernder Widerstand gegen die Weitererkundung des Salzstockes Gorleben, 14.08.2011, 15 Uhr. Unter dem Motto „Heute wir, morgen ihr!“ haben heute AtomkraftgegnerInnen die erste Blockade im Rahmen der Kampagne gorleben365 aufgenommen: „Wir wollen andere Menschen mit unserem Handeln dazu motivieren, Verantwortung nicht zu delegieren, sondern sich eigenverantwortlich für den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie einzusetzen“ erklärt Steffi Barisch, Pressesprecherin der Kampagne.
Kampagnenidee
gorleben365: Gewaltfreie Blockade des Baustellenverkehrs zum Endlagerbergwerk
Fukushima hat in der Ausstiegsdebatte den Fokus auf das Reaktorrisiko gerichtet. Das ist richtig, denn wir kämpfen für die Stilllegung aller Atomkraftwerke. Doch was soll mit dem Müll geschehen? Soll der in einem Salzstock versenkt werden, der nachweislich dafür nicht taugt?
Ab dem 14. August wird für ein Jahr an möglichst vielen Tagen mit gewaltfreien Blockade-Aktionen der Baustellen-Verkehr zum Endlager-Bergwerk in Gorleben behindert – wenn Du mitmachst!
Wir bringen Teile unserer Lebenskultur vor die Tore in Gorleben: Chöre übernehmen eine Blockade und geben ein Konzert auf der Zufahrt, Bäuerinnen und Bauern bringen ihre landwirtschaftlichen Produkte vor das Eingangstor, ReiterInnen verweilen mit ihren Pferden, Geburtstagsblockaden und „Traum“hochzeiten werden vor den Zufahrtstoren gefeiert. Ob Kaffeekränzchen, Kisten klettern oder Märchen lesen, alle bringen ihr eigenes Drehbuch mit. Die Ideen sind endlos. Mit viel Phantasie tragen wir alle gemeinsam zum Gelingen bei.

















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